Kershaw Chill Flipper

Meine Bewertung:

Das Kershaw Chill ist EDC-Messer, welches rein per Flipper geöffnet werden kann. Es gibt keine weiter Öffnungshilfe, weder Nagelrille noch Daumenpin. Ich hatte schon einige andere Kershaw Messer mit Flipper und assisted opening, konnte mich damit aber bisher nie wirklich anfreunden – beim Chill gefällt es mir aber nun doch schon besser!

Das Prinzip des Flippers funktioniert so, dass auf der Rückseite der Klinge ein Dorn heraussteht, der mit dem Zeigefinger schwungvoll nach unten gedrückt wird. Durch diesen Schwung klappt dann die Klinge aus den Griff. Mit ein wenig Übung – und einer zusätzlichen Bewegung aus dem Handgelenk heraus – geht das sehr schnell und lässt fast schon an ein Springmesser denken.

Der Liner Lock fixiert die Klinge mit einem satten klick, und wie man es von Kershaw Messer kennt, wackelt nichts, alles sitzt bombenfest. Das komplette Messer ist verschraubt, lässt sich also problemlos zur Reinigung zerlegen. Der Clip kann ebenfalls ummontiert werden, jedoch nur für Rechtshänder für Tip Up und Top Down. Obwohl der Clip – wie auch das restliche Messer – eher schlank ist, geht er recht streng und lässt sich nur sehr wenig biegen. Genau wie die Klinge, der Rahmen und der Liner Lock ist auch der Clip matt satiniert, was dem Messer ein elegantes ruhiges Aussehen verleiht.

Das Messer ist wirklich sehr schmall und auch sehr leicht, für große Hände wird es wohl eher zu klein sein. Bei einer Durchschnittshand liegt der Griff eigentlich genau auf Handbreite und die Klinge schaut noch einmal eine Handbreite heraus. Dank der G10 Griffschalen leigt das Messer aber trotzdem noch griffig und angenehm in der Hand, öffnen und schließen funktioniert recht schnell einwandfrei.

Aber taugt das Kershaw Chill wirklich als vollwertiges EDC? Gute Frage, die ich für mich nur mit einem zaghaften „Jain“ beantworten kann. Mein derzeitiges EDC ist ein Spyderco Tenacious, auch Made in China und auch eher aus der günstigen Preisklasse, weil man will sein EDC ja nicht schonen , sondern benutzen. Und mit dem Tenacious habe ich halt ein Messer in der Hand, das man auch spürt, sowohl von der Größe als auch vom Gewicht. Das Chill ist eine kleine Spur zu wenig, um für mich als vollwertiges EDC-Messer durchzugehen. Die Klinge wirkt fast filigran, man könnte Angst haben, dass sie schon beim Zerschneiden von dickeren Karton zerbricht (was sie natürlich nicht tut). Wenn ich ein wirklich kleines EDC benötige, dann griff ich bisher zum Spyderco Dragonfly, jetzt wird die Wahl etwas schwieriger.

Es ist wirklich ein wunderschönes Messer, welches ich bestimmt auch mal als zweites EDC bei mir tragen werde. Einen fixen Platz in meiner Sammlung hat es somit auf jeden Fall!

Produzieren lässt Kershaw das Messer übrigens in China, von dort kommen aber inzwischen ja schon von fast allen namhaften Messer-Herstellern irgend welche Modelle. Ist somit kein Minus-Punkt, sondern der Grund, warum das Kershaw Chill um so einen sagenhaft günstigen Preis angeboten werden kann. Und bei dem Preis kann man eigentlich gar nicht nein sagen, und sind wir uns mal ehrlich: kann man je genug EDC-Messer haben?

 

Gesamtlänge: 17,8 cm
Klingenlänge: 7,9 cm
Klingenstärke:  mm
Klingenmaterial: 8CR13MoV
Griffmaterial: G10
Gewicht: 56,7 g
Verschluss: Liner Lock
Designer: RJ Martin

 

Empfohlener Verkaufspreis: $ 34,99 (USA)

Bezugsquellen: Ebay

 

Bewertungsübersich:

Verarbeitung:
Design:
Preis-Leistung:
Durchschnitt:

 

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